Teil 3: Epische Fights, zuckersüße Siege und bittere Pleiten

17. Juli 2020

Es war die Saison 2005/2006, als sich der VfR nach dem Abstieg aus der Kreisliga das klare Ziel gesetzt hatte, die direkte Rückkehr nach oben zu realisieren. Es entwickelte sich lange ein spannender Vierkampf zwischen dem SV Ramsthal, dem TSV Arnshausen, dem TSV Pfändhausen und dem VfR.

Teil 3: „Rückkehr in die Kreisliga nach „Statement-Sieg“ im Derby beim SV Ramsthal“

Am Ende machten es die beiden Derby-Rivalen aus Ramsl und Sulzl unter sich aus. Am drittletzten Spieltag reiste Blau-Weiß mit einem Zähler Vorsprung im Gepäck zum Ortsnachbarn. Somit waren die Voraussetzungen klar abgesteckt. Gewinnt die Truppe von Spielertrainer Stephan Penquitt, ist die Meisterschaft so gut wie eingetütet, geht die Partie an Ramsthal, wäre man auf fremde Hilfe angewiesen.

So fanden sich am Samstag dem 20.Mai.2006 trotz hartnäckigen Regens knapp 400 Zuschauer auf dem Ramsthaler Sportgelände ein, um der wohl entscheidenden Partie um den Titel beizuwohnen.

Den besseren Start erwischten zweifelsfrei die Hausherren, die damals auf Routinier Tino Feichtinger und einen uns sicher nicht unbekannten 😉 „Youngster“ Alexander Unsleber 😉 verzichten mussten. SV-Spielertrainer Jürgen Heil hämmerte bereits nach zehn Minuten das Leder aus gut zwanzig Metern unhaltbar für Torsteher Dietmar „John“ Neder in den Winkel.

Ab da übernahm Blau-Weiß die Regie des Spiels und nach vergebenen Chancen von Christian Eckert, Bastian Knauer und René Rettner war es nach gut einer halben Stunde Goalgetter Ralf Fella, der per abgefälschten Schuss SV-Keeper Frank Popp keine Chance ließ.

Auch nach dem Wechsel dominierte der VfR, der den Platzherren nur wenig Spielraum ließ. Nachdem ein Hackentor von Stephan Penquitt wegen vermeintlichen Abseits keine Anerkennung fand, war es schließlich Käpt`n Knauer der per Kopfball-Aufsetzer nach Flanke von Christian Eckert für Sulzler Glückseligkeit sorgte. Weil René Rettner bei zahlreichen Kontern kein Treffer gelang, blieb es beim knappen, aber sehr verdienten 2:1-Auswärtserfolg des VfR, was eine rauschende Party-Nacht im Ramsthaler Sportheim zur Folge hatte.

Nur vier Tage später machte die Sulzthaler Jungs im Heimspiel gegen den SV Hassenbach den Deckel drauf. Ein erneuter Kopfballtreffer Bastian Knauers reichte zum 1:0-Endergebnis und der VfR war vorzeitig Meister. Tagelanges Feiern stand auf der Tagesordnung, so dass es zum Saisonausklang bei Absteiger TSV Reiterswiesen nur zu einem 1:1 reichte, was der tollen Stimmung aber keinen Abbruch tat.

Auch der SV Ramsthal schaffte am Ende über die Relegation den Aufstieg und bereits am ersten Spieltag der neuen Saison sah man sich auf Sulzler Höhen wieder – da aber mit weniger erfreulichem Ausgang für den VfR….

(c) Fotos: Saale-Zeitung