Desolat

19. November 2019

So und nicht anders muss man den Auftritt der Sulzler in Brückenau benennen, wo es die höchste Niederlage seit dreieinhalb Jahren hagelte.

Ähnlich hoch verlor man letztmals in der Kreisliga beim 1:7 in Rannungen. Dass die Niederlage in der Kurstadt freilich unnötig war, beweist die Tatsache, dass Sulzthal den besseren Start erwischt hatte. Nach wenigen gespielten Minuten fiel nach einem Standard M.Schmitt die Kugel alleinstehend vor die Füße, die er jedoch weit drüber bugsierte. Auch in der Folge taten sich noch Lücken in der FCB-Defensive auf, die A.Unsleber nutzen wollte, aber ebenso zu hoch zielte. Der skurrile Höhepunkt des Sulzthaler Auftritts war dann die „Klärungstat“ von L.Hartmann, allerdings nicht etwa auf der eigenen Linie, sondern auf der des Gegners: Ein Querpass von Unsleber erreichte Hartmann, der in der Situation maximal unglücklich agierte und das Leder vor dem komplett leeren Tor aus 2m nicht unterbrachte, weil er nach eigenen Angaben das Spielgerät gar nicht gesehen hatte. Bitter. Danach wars für die restliche Spielzeit rum mit der Glückseligkeit, denn die Gastgeber markierten mit der ersten Chance per Freistoß ins Tormanneck das 1:0. Da sonst nichts Nennenswertes auf VfR-Seite mehr passierte, hier nur noch die Negativhighlights: Ein weiterer direkter Freistoß, der den Weg in den blau-weißen Kasten fand; eine maßlose Unsportlichkeit auf Seiten des Kontrahenten, der M.Schmitt mit voller Absicht beim Wegsehen der sonst guten Schiedsrichterin in die Hacken trat; eine Vorführung der VfR-Defensive inklusive Tunnel und No-Look-Pass beim letzten Tor.

Fazit:

Inakzeptabler Auftritt der Penquitt-Elf, von denen nur Unsleber und F.Weber sich einigermaßen wehrten. Der Rest war von allen eine einzige Enttäuschung. Erwähnenswert: Mit diesem Spiel endete die unfassbare Unsleber-Serie von Treffern in allen (!) seinen 10 ersten Saisonspielen hintereinander, was ein Rekord für die Ewigkeit ist.

Der VfR überwintert auf Rang 7. Auch wenn man sich passabel durch die Hinrunde gekämpft hat, war doch sogar noch mehr drin und dieses letzte Spiel trübt das Bild total.

Spielgemeinschaft

Das unrühmliche Wochenende wurde durch die Absage von Oerlenbach II wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgerundet. Oerlenbach I hat gespielt, Oerlenbach/Ebenhausen hat vier Plätze zur Verfügung.