Dem Tabellenführer den zweiten Punktverlust beigebracht

04. November 2019

Die Sulzler reißen sich spät zusammen und nehmen beim 2:2 gegen Untererthal noch einen Punkt mit.

Der Auftakt war aus VfR-Sicht zunächst verheißungsvoll: Nach wenigen gespielten Sekunden kam A.Unsleber 25m vor der gegnerischen Kiste an die Kugel und wähnte den Gäste-Keeper zu weit vor dem Tor. Sein Heberversuch scheiterte zwar kläglich (der mitgelaufene L.Hartmann wäre auch eine Option gewesen), doch zeigte diese Aktion die Marschroute für dieses Spiel. Nämlich nach vorne. Dass die Aktion die einzige nennenswerte auf der Sulzthaler Habenseite in Durchgang 1 bleiben sollte, war da noch nicht absehbar. Die Viktoria überließ dem VfR das Kommando, kam jedoch nie ins Wanken, weil die Penquitt-Elf wenig Ideen hatte. Der Gast lauerte auf Fehler und nach 26 Minuten unterlief Sulzthal ein folgenschwerer und der FCU ging prompt in Führung, ohne etwas zum Spiel beizutragen. Diese Taktik ging nach der Pause weiter auf, weil Blau-Weiß tendenziell immer schwächer wurde und weiter Fehler machte, von denen einer zum 0:2 führte. Selbst Berufsoptimisten mussten sich rund um die 70. Minute eingestehen, dass es so sicher nix wird, den Ersten zu ärgern. Dessen wurde sich dann endlich auch die Sulzthaler Elf bewusst. Der VfR nahm das Zepter wieder in die Hand und wurde endlich auch produktiv. Erst verpasste Ph.Hesselbach per Kopf den Anschluss nach einer Ecke, dann wurde ein Linkschuss von Unsleber entschärft. Selbiger war es, der nach einer Hartmann-Flanke dann einmal mehr traf. Die nächste Hartmann-Flanke verzog F.Keß volley unglücklich. Er war es auch, der im 1gegen1 allein vor dem Hüter ein wenig zu weit rechts zielte. Die Chancen kamen nun im Minutentakt und F.Weber hätte ein kleiner Matchwinner werden können, scheiterte allerdings erst am Pfosten und dann mit dem Nachschuss. Dass Sulzl doch nochmal jubeln konnte, lag an Hartmanns lang ersehntem erstem Saisontor nach Kopfballverlängerung von Unsleber. Sulzthal wollte trotz der vorangeschrittenen Spielzeit noch mehr, was auch möglich war. Wirkliche Gelegenheiten ergaben sich aber leider nicht mehr.

Fazit:

Untererthal macht es clever, weil es mit acht Mann massiert steht, Energie spart, da es nichts fürs Spiel tut, und mit den drei schnellen Offensiven auf Fehler lauert. Wäre beinahe gut gegangen, wenn das Phänomen Unsleber nicht wieder und somit in jedem (!) seiner elf Spiele in dieser Runde getroffen hätte. Damit stehen jetzt 19 Buden auf seiner Uhr. Wahnsinn. Wie schon letzte Woche in Maßbach bekommt es der VfR nicht hin, mal ein konstantes Spiel abzuliefern, sondern zehn bis 20 überragenden Minuten stehen 70 schlechte gegenüber. Kurios, dass es dennoch immer wieder zu Punkten reicht, die gestern fast nicht verdient gewesen wären.

Szenekenner beobachten Parallelen zwischen Sulzthal, Schweinfurt und Bayern, die alle ganz oben mitspielen wollen, es allerweil aber nicht tun, obwohl jeder einen überragenden Torjäger in den eigenen Reihen hat. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass S.Penquitt im Gegensatz zu manch anderem Trainer fest im Sattel sitzt.

Am Rande: Lob und Dank für Schiedsrichteransetzung und -leistung, die besonders bei Heimspielen in dieser Runde schon weit weniger gut war.

Spielgemeinschaft

Die Sulzler Zweitvertretung konnte als Vorletzter dem Tabellenzweiten Bocklet/Aschach ein Bein stellen und mit 3:2 gewinnen. Y.Schmitt und J.Renninger besorgten die Halbzeitführung, die in der 79. Minute egalisiert wurde. M.Keller hatte da aber etwas dagegen und erzielte den viel umjubelten Siegtreffer. Eine unzureichende Bockleter Chancenverwertung trug zu dem Erfolg bei. Mit dem Sieg konnte man Oerlenbach II hinter sich lassen und sich erstmals seit Ewigkeiten um einen Platz im Tableau verbessern.