21:3!

16. September 2019

Das ist das Torverhältnis des VfR an diesem Wahnsinnswochenende, an dem nach Lauertal II auch Gräfendorf geschlagen wird und außerdem die Reserve die ersten Punkte der Saison holte – und wie.

Sulzthal startete solide in die Partie auf einem sehr trockenen und harten Wartmannsröther Geläuf. Einer perfekten Ecke von R.Diez auf Ph.Hesselbach, der lehrbuchmäßig ins lange Eck köpfte, war es geschuldet, dass sich Blau-Weiß zeitig in Sicherheit wiegen konnte. Dem Standard vorausgegangen war ein Distanzschuss von Hesselbach samt Abstauber von F.Weber, die der gegnerische Schlussmann beide mit Mühe entschärfen konnte. F.Keß bestätigte danach seine aufsteigende Form, indem er im 1-gegen-1 cool blieb und clever am Heim-Torwächter zum 2:0 vorbei schob. Sonst blieben Hochkaräter auf beiden Seiten Mangelware, weil der Platz sowohl von Beschaffenheit, als auch wegen seiner Neigung und Größe her im Prinzip nur lange Bälle zuließ.

Nach dem Seitenwechsel verwalteten die Sulzler die Führung, wurden aber überrascht durch den Anschluss der Gastgeber, als man sich zu zaghaft im Zweikampf anstellte und ein Ball von der Grundlinie einen Abnehmer fand. Der sonst beschäftigungslose VfR-Hüter Neder wirkte in dem Moment etwas verloren in der Box, weil er sich etwas gen Assistgeber locken ließ. Das Tor verlieh den Einheimischen etwas Aufschwung und Sulzthal spielte dabei mit, indem es sich verunsichern ließ. Da entschied sich A.Unsleber dem jedoch ein Ende zu setzen und ließ einen Elfmeter an sich erwirken, weil der Verteidiger sich zu ungeschickt angestellt hatte und ihm ins Geläuf rasselte. Ähnlich souverän wie am Freitag verwandelte er auch diesen. Damit war die Gräfendorfer Moral gebrochen und die Chancen häuften sich. Weber war auf rechts dreimal durch: Nachdem der erste noch ans Aluminium geklatscht war und der zweite zu weit links angesetzt war, ging der dritte dann rein, worüber er selbst sehr erleichtert war. Einige Abseitspfiffe später tauchte dann Hesselbach alleine vor der Kiste auf und legte mannschaftsdienlich auf Unsleber auf, der dann keine Mühe mehr mit seinem 11. Saisontor hatte.

Fazit:

Der VfR pirscht sich ran und ist jetzt Tabellensechster. Die kommenden Kontrahenten werden es der Penquitt-Elf wahrscheinlich schwerer machen, so viele Buden zu erzielen. Deswegen war es gut, dass man jetzt maximal gepunktet hat. Unsleber erfährt seinen zweiten oder dritten Karrierefrühling und steht bei knapp 1,6 Toren pro Spiel jetzt gemeinsam mit Tartler an der Spitze der Torschützenliste.

Spielgemeinschaft

Die Reserve schoss den Vogel bzw. Burglauer ab und gewann mit 11:0 (!). Als nach zehn gespielten Minuten bereits die ersten Meldungen über eine 3:0-Führung eintrudelten, konnte man es noch nicht so recht glauben, aber es stimmte tatsächlich. J.Renninger und S.Hesselbach, der später in Wartmannsroth zusätzlich sein Herrendebüt feiern durfte, markierten Dreierpacks. Y.Schmitt erzielte einen Doppelpack und S.Eichmann traf direkt mit einer Ecke. Sein Bruder M.Eichmann trug sich ebenso in die Torjägerliste ein, außerdem steuerte der VfB durch ein Eigentor ebenfalls etwas dazu bei.